Geschichte
Das gezeichnete Theater von František Kratochvil
Ein Theater der außergewöhn-lichen Möglichkeiten mit Raum für verschiedene Genres (Drama, Tanz und klassisches Ballett); ein Theater, das sich auch für Film und Fernsehen eignet.
Das gezeichnete Theater wurde erstmals aufgeführt am 17. März 1975, mit dem Stück „Der Clown“ von František Kratochvíl und Vladimír Cabalka.
Thema des Stücks ist die Grundstruktur menschlicher Beziehungen – das immer-währende Spannungsfeld „Du und ich“, das vielfältigste Verstrickungen bereit hält und so die Beziehung von Mann und Frau prägt. Das Theater hat sich weiterentwickelt mit weiteren Produktionen – der innovativen Erstaufführung von „Die Anatomie des Kusses“, die auf „Der Clown“ basiert, gefolgt von „Miss Sony“, wo der Autor die Macht des Fernsehen über den Menschen dar-stellt, sowie der Premiere von „Quo vadis“, wo er mit – weltweit patentierter – einzig-artiger Technik die Zeitspanne von der Entstehung der Erde bis zur Jahrtausend-wende abbildet.
Das gezeichnete Theater bringt eine neue Darstellungsform und eine neue Bühnensprache mit sich. Es führt nichts auf; es existiert einfach. Es kann gleicher-maßen verfolgt werden von kleinen Kindern wie von Menschen, die sich unterhalten lassen wollen; es bringt Theatertheoretiker zum Lachen und erfreut Intellektuelle. Aus diesem Grunde ist das Theater zuhause wie im Ausland gleichermaßen erfolgreich. Es hat bereits die ganze Welt bereist und kommt nun wieder zurück nach Spanien, Frankreich, Amerika, Finnland, Schweden, Deutschland und viele andere Länder. Es ist überall gefragt wegen seiner Geschichten und kennt keine sprachlichen Barrieren. Die Geschichte auf der Bühne kann ganz unterschiedliche Menschen vereinen – unterschiedliche Sprachen, Meinungen und Stimmungen. Mit seiner Poetik und seinem Humor sieht sich das gezeichnete Theater ganz nah bei Kleinkunstbühnen.
